Gesundheit ist weiblich
Mütter und Teenagerinnen und sind nicht immer ein Herz und eine Seele. Doch eine gute Gesprächsbasis ist für beide eine Win-win-Situation. Wie das in punkto Frauengesundheit funktionieren kann, diskutieren AHS-Pädagogin Mag. Gertraud Anzenberger und ihre Tochter Sarah mit Dr. Andreas Brunner, Oberarzt an der Abteilung für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Landesklinikum Mödling.
Mütter fragen anders – Töchter auch
Doch die Lebensphilosophien von Müttern und Töchtern decken sich nicht immer. Dementsprechend unterschiedlich sind die konkreten Fragen,
die Familien beschäftigen, wenn Mädchen zu Frauen werden: „Mütter fragen sich in erster Linie: Wann soll ich mit meiner Tochter zum ersten Mal zum Gynäkologen? – Töchter fragen: Welches ist die beste Verhütungsmethode für mich?“, zeigt die Erfahrung von Dr. Andreas Brunner, Oberarzt der Abteilung für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Landesklinikum Mödling. Junge Frauen
brauchen besonders hohe Sensibilität und der Arzt muss individuell vorgehen. „Gerade bei jungen Mädchen kann man kein konkretes ‚Alterslimit‘ setzen, wann sie zum Gynäkologen sollten. Im Sinne eines guten Mutter-Tochter-Verständnisses ist es daher auch nicht sinnvoll, das Mädchen zum Arzt zu schleppen“, sagt Brunner. Er rät vorsichtigen Müttern, mit ihren Töchtern offen zu reden, „meist kommen Töchter vor dem ersten Geschlechtsverkehr zu uns, zuvor ist ein Besuch – wenn keine Beschwerden vorliegen – nicht nötig.“
Beschwerden sind häufig Schmerzen und Unregelmäßigkeiten bei der Menstruation, weil Mädchen oft noch keinen regelmäßigen Eisprung haben.
Download des gesamten Artikels aus 'Gesund und Leben' (März 2010)